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Nürnberger Sommertage – Mit allen Sinnen erleben

12.08.2020

Die Volksfeste sind bekannt für wirklich entzückende Kulturformate.

Jetzt zu Corona-Zeiten birgt auch dies ganz besondere Herausforderungen. Menschenansammlungen müssen unbedingt vermieden werden. Trotzdem ist es unserer Marketingleiterin Barbara Lauterbach gelungen, in ganz kurzer Zeit ein schönes, kleines Kulturprogramm zu „stricken“. Wir danken allen mitwirkenden Museen und ihren Mitarbeiter*innen.

Museum für Kommunikation – Kommunikation mit allen Sinnen

Der Eiffelturm am Hauptmarkt, er verströmt den Duft von Crêpes, wahlweise mit Schokolade oder Käse. „Darf‘s ein Schuss Grand Manier sein, zu Zucker und Zimt“, lockt Melanie Kreis (49), Schaustellerin in 7. Generation. Sie ist seit sie 17 war mit den französischen, hauchdünnen Pfannkuchen unterwegs. Den Eiffelturm hat sie sich später etwas kosten lassen, 200.000 Mark zahlte sie für ihr Geschäft 1998. Aber sie fällt auf damit und weil der ganze Anblick lockt, bekommt sie gute Plätze auf deutschen Volksfesten. 17 Plätze im Jahr reist die alleinerziehende Mutter normalerweise ab, heuer bleibt der Hauptmarkt wohl ihre einzige Station.

Bei solchen Geschichten staunen die Besucher der Rundgänge – „dieses Unternehmerleben ist so anders als alles was wir kennen“, sagt eine der Teilnehmer*innen.

Auch Michael Distel, dem der Wellenflieger am Hauptmarkt gehört, hat investiert: Sein Fahrgeschäft hat 1,6 Millionen gekostet. Nur die Kosten für die Sicherheit (TÜV-Freigabe für jeden Standort, Sicherheitschecks jährlich) belaufen sich in normalen Jahren auf rund 60.000 Euro. Bei solchen Betriebsausgaben versteht man, warum auch jahrelang erfolgreiche Schausteller glücklich sind, dass sie bei den Sommertagen „wenigstens einmal dieses Jahr aufbauen können, denn es ist nun Mal unsere Natur“, so Distel.

Weiter geht’s durch die Stadt mit Elke Schneider, Museumspädagogin vom Museum für Kommunikation (im Haus des DB Museums). Sie erzählt von einer schönen Sonderausstellung namens „Mein Name ist Hase“. Da ging es um Sprichwörter und ihren tieferen Sinn. In Nürnberg zum Beispiel sagt man gerne „Des kannste dem auf der Fleischbrücke erzählen“, wenn einem etwas dubios vorkommt. Der auf der Fleischbrücke ist der Steinerne Ochse, der sehr gelassen über allem thront und dem man wirklich alles erzählen kann. „Kommunikation mit allen Sinnen“ war das Motto unseres Rundgangs“, so Schneider. „Und so ist das Museum auch ausgerichtet, nach den verschiedenen Sinnen „hören/sprechen; sehen/zeigen; schreiben/lesen“. Alle Teilnehmer durften zum Abschluss kostenlos noch eine Museumsführung erleben.

(Nächste Sonderausstellung im Museum für Kommunikation #Neuland – ich, wir und die Digitalisierung“ ist ab 28. Oktober zu sehen.)

Foto: © Berny Meyer

Mein Nürnberg – mein Erlebnis!

#SPIEL #SPAß #GENUSS

Programmpunkte entnehmen Sie bitte jederzeit aktuell unserer Facebookseite (https://www.facebook.com/Volksfest.Nbg).


Bald ist es soweit..

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